Blocken
Blocken ist der letzte Veredelungsschritt deines Strickprojekts. Erst dadurch entfalten Muster, Maschenbild und Passform ihr volles Potenzial – besonders bei Lace, Struktur und formgebenden Designs.
Was bedeutet „Blocken“?
Beim Blocken wird dein fertiges Strickstück vorsichtig befeuchtet, in Form gebracht und trocknen gelassen. Dadurch entspannen sich die Fasern, das Maschenbild wird gleichmäßiger und das Stück erhält seine endgültige Größe.
Warum Blocken so wichtig ist
- glättet ungleichmäßige Maschen
- öffnet Lace- und Lochmuster
- bringt dein Projekt auf die gewünschte Größe
- sorgt für einen professionellen Look
Gerade bei Tüchern, Schals, Spitzenmustern und Kleidungsstücken ist Blocken oft der entscheidende Unterschied zwischen „fertig“ und „perfekt“.
Die gängigsten Blockmethoden
1) Nassblocken
Das Strickstück wird vollständig in Wasser eingeweicht und anschließend in Form gezogen. Diese Methode eignet sich besonders für Naturfasern wie Wolle, Alpaka oder Baumwolle.
2) Feuchtblocken (Sprühblocken)
Hier wird das Strickstück nur leicht angefeuchtet – ideal für kleinere Projekte oder empfindlichere Materialien.
3) Dampfblocken
Mit Dampf (z. B. vom Bügeleisen) wird das Strickstück entspannt, ohne es zu durchnässen. Achtung: Nicht für alle Garne geeignet, insbesondere nicht für empfindliche Fasern.
Schritt-für-Schritt: Nassblocken
- Strickstück in lauwarmem Wasser einweichen
- Sanft ausdrücken – nicht wringen
- In ein Handtuch einrollen und überschüssiges Wasser entfernen
- Auf einer Unterlage auslegen und in Form ziehen
- Bei Bedarf mit Nadeln oder Drähten fixieren
- Vollständig trocknen lassen
Was du beim Blocken beachten solltest
- Pflegehinweise des Garns immer beachten
- Nicht jedes Garn darf gedehnt werden
- Einmal geblockte Stücke behalten ihre Form bis zur nächsten Wäsche
Kurzanleitung: Blocken
Fertiges Strickstück befeuchten, vorsichtig in Form ziehen, ggf. fixieren und vollständig trocknen lassen. Das Maschenbild wird gleichmäßig, Muster öffnen sich und das Projekt erhält seine endgültige Form.
